Urlaub

Bezahlter Urlaub

Als Urlaub gilt jede aus anderen Gründen als Ferien, Krankheit, Unfall, Schwangerschaft/Mutterschaft oder obligatorischem Militär-, Schutz- oder Zivildienst bewilligte Dienstabwesenheit. Das Dienstverhältnis wird durch den Urlaub nicht unterbrochen.
Auf gewisse Urlaube besteht ein rechtlicher Anspruch; als Beispiele sind insbesondere der Urlaub bei Eintritt persönlicher oder familiärer Urlaubsgründe zu nennen oder der Urlaub im Rahmen des Dienstaltersgeschenkes. Für andere Urlaube haben die Mitarbeitenden ein Gesuch unter Angabe der beantragten Urlaubsdauer und der Gründe einzureichen.
Einmal angetretene Urlaube können bei Eintritt besonderer Ereignisse nicht einfach abgebrochen und später nachbezogen werden und genauso wenig kann ein Anspruch auf Nachgewährung gestellt werden, wenn der bewilligte Urlaub nicht angetreten wird. Wenn der Urlaubstermin geregelt ist, muss sich der Arbeitgeber darauf verlassen und disponieren können. Als Beispiel sei der unbezahlte Urlaub für mehrere Monate erwähnt - tritt während des Urlaubes eine länger dauernde Krankheit ein, hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter keinen Anspruch darauf, an den Arbeitsplatz zurück zu kehren und den Urlaub in einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Einvernehmliche Regelungen sind aber selbstverständlich möglich.

Bezahlter Urlaub kann überdies gewährt werden für den Bildungsurlaub. Bitte beachten Sie dazu das entsprechende Kapitel auf dieser Homepage.

Verfahren

Lehrpersonen reichen ein schriftliches Gesuch an den zuständigen Prorektor ein.

In dringenden Fällen (persönliche und familiäre Gründe) kann der Urlaub selbstverständlich formlos bewilligt werden (mündliche Absprache).

Urlaub aus dringenden persönlichen und familiären Gründen

Die nachstehend aufgeführten Ereignisse geben Anspruch auf bezahlten Urlaub in folgendem Umfang: 

Eigene Hochzeit
Hochzeit eines eigenen oder Stiefkindes
Geburt eines eigenen Kindes
Adoption eines Kindes
Wohnungswechsel
Orientierungstag über Militär-, Schutz- und Zivildienst
Entlassung aus der Militärdienstpflicht

2 Tage
1 Tag
2 Tage
2 Tage
1 Tag
1 Tag
1 Tag

Todesfälle:

Ehepartner/-in beziehungsweise Lebenspartner/-in
Eigene Kinder oder Stiefkinder
Enkelkinder und weitere Nachkommen
Eltern
Geschwister
Schwiegereltern
Eltern der Lebenspartnerin/Lebenspartners
Schwiegertöchter und -söhne
Lebenspartnerin/Lebenspartner des Sohnes/der Tochter
Grosseltern
Arbeitskollegin/Arbeitskollege (Begräbnis)

3 Tage
3 Tage
1 Tag
2 Tage
2 Tage
2 Tage
2 Tage
1 Tag
1 Tag
1 Tag
1/2 Tag

Die Gewährung der Urlaubstage bei persönlichen oder familiären Ereignissen ist grundsätzlich an den Zeitpunkt des betreffenden Ereignisses gebunden. Folglich muss der Urlaubsbezug in zeitlicher Hinsicht einen Bezug zum Ereignis erkennen lassen. Nicht statthaft ist daher, dass Urlaubstage nach Belieben im Laufe des Jahres bezogen werden.

Bei Vorliegen anderer Gründe, welche die Beanspruchung von Unterrichtszeit notwendig machen, können statt bezahltem Urlaub Lektionenverschiebungen oder unbezahlter Urlaub bewilligt werden.

Erkrankung eines Kindes

Erkrankt ein eigenes oder ein Stiefkind, besteht für die aktuell notwenige Pflege und die Organisation der weiteren Pflege durch andere Personen ein Anspruch auf bis zu zwei Tage bezahlten Urlaub pro Ereignis und anschliessend besteht Anspruch auf unbezahlten Urlaub.

Das Einfordern eines Arztzeugnisses, aus welchem die Krankheit des Kindes hervorgeht, ist dann ein Thema, wenn dieser Urlaubsgrund häufig angegeben wird oder wenn ein Gesuch um Gewährung von unbezahltem Urlaub über längere Zeit eingereicht wird. Gelegentlich ist nicht die Krankheit der Kinder ein Problem, sondern die Erkrankung der Betreuungsperson (Tagesmutter, Grossmutter, Mutter etc.). Diese Konstellation ist im Endeffekt zwar ähnlich, denn es muss eine neue Regelung für die Betreuung und Pflege der Kinder gesucht werden, doch fällt sie nicht unter die genannte Bestimmung. In solchen Fällen ist ein Gesuch um unbezahlten Urlaub zu stellen.

Jugend und Sport-Engagement

Der Anspruch auf bezahlten Urlaub von Mitarbeitenden, die bei Jugend + Sport aktiv sind, ist in der Rechtstellungsverordnung geregelt. Die Regelung ist abschliessend. Das bedeutet beispielsweise, dass die Leitung von J+S Lagern nicht zum Bezug von bezahltem Urlaub berechtigt, weil dafür keine EO-Leistungen ausbezahlt werden.

Unbezahlter Urlaub

Auf unbezahlten Urlaub können die Mitarbeitenden keinen Anspruch erheben. Sie können aber ein Gesuch stellen, welches unter Berücksichtigung der persönlichen Gründe, der betrieblichen Verhältnisse und der Arbeitssituation der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers und anderer relevanter Faktoren zu prüfen und gutzuheissen oder abzuweisen ist.

Unbezahlter Urlaub wird häufig gewährt für Weiterbildungen, für längere Reisen, allenfalls für besondere Projekte der Mitarbeitenden (Hausbau) oder in besonderen Situationen, die ein vorübergehendes Time-out erforderlich machen (Betreuung von Angehörigen).

Unbezahlter Urlaub kann für einzelne Stunden gewährt werden, wobei auch die Möglichkeit von Lektionenverschiebungen in Betracht gezogen werden kann. Häufiger wird unbezahlter Urlaub für einzelne Tage, Wochen oder gar Monate gewährt.

Folgen in Bezug auf die Besoldung

Beim unbezahlten Urlaub fällt die Besoldung inkl. der Sozialzulagen dahin. Der Lohnabzug erfolgt gemäss Stundenplan. Allfällige Lektionenausfälle durch Exkursionen, Schulreisen, etc. sind nicht relevant für die Berechnung des Lohnabzuges.

Versicherungen bei unbezahltem Urlaub

a. Pensionskasse Thurgau
Bei einem unbezahlten Urlaub leistet der Kanton als Arbeitgeber die Beiträge für die Sparversicherung bis zu einer Dauer von 1 Monat weiter. Danach werden diese Beiträge nicht mehr bezahlt, bis die Arbeit wieder aufgenommen wird. Sofern gewünscht, können die fehlenden Sparbeiträge nach Massgabe der Bestimmungen der Pensionskasse mit einer freiwilligen Einlage kompensiert werden. Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter hat dies selbständig mit der Pensionskasse zu regeln.

Der für die Betroffenen wichtigere Versicherungsteil ist die Risikoversicherung. Der Kanton leistet die Risikobeiträge bis zu 12 Monate weiter, sofern diese auch arbeitnehmerseitig beglichen werden. Ohne besonderen Vermerk im Entscheid betr. Urlaub wird angenommen, dass die Risikoversicherung weiter laufen soll.

b. Unfallversicherung
Die Unfalldeckung ist für die Zeit, da ein Lohn ausgerichtet wird, garantiert. Gemäss Art. 3 Abs. 2 UVG endet die Versicherung mit dem 30. Tag nach dem Tage, an dem der Anspruch auf mindestens den halben Lohn aufhört. Bei unbezahltem Urlaub von mehr als einem Monat ist daher anzuraten, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter eine Abredeversicherung bei der SUVA abschliesst - diese ist gemäss Art. 3 Abs. 3 UVG für 180 Tage möglich. Es liegt bei der betroffenen Person selbst, sich um eine solche Versicherung zu kümmern. Die Unterlagen zum Abschluss einer Einzelabredeversicherung sind im Lohnbüro erhältlich.

c. Krankheit
Während des unbezahlten Urlaubes besteht kein Anspruch auf die Besoldung. Der Lohnanspruch bei Krankheit oder Unfall setzt daher erst wieder in dem Zeitpunkt ein, in welchem die Tätigkeit wieder aufgenommen werden sollte.

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