ALV

Die folgenden Ausführungen sind Auszüge aus den Merkblättern des Sozialversicherungszentrums. Für die Beurteilung von Einzelfällen sind ausschliesslich die Gesetzestexte massgebend.

Die Arbeitslosenversicherung

Beitragspflicht
Die Arbeitslosenversicherung (ALV) ist wie die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) eine obligatorische schweizerische Sozialversicherung. Alle in der AHV beitragspflichtigen Arbeitnehmenden und ihre Arbeitgebenden müssen Beiträge an die ALV leisten. Arbeitgebende und Arbeitnehmende tragen je die Hälfte der Beiträge.

Höhe der Beiträge
ALV-Beiträge auf Jahreslöhne

bis Fr. 148'200.--

             

2,2 %

ab Fr. 148'201.--

1 % (Solidaritätsbeitrag)

Die Arbeitslosenentschädigung (ALE)

Zweck
Die Arbeitslosenentschädigung (ALE) will den versicherten Personen einen angemessenen Ersatz für erlittenen Erwerbsausfall bieten. Die Entschädigung wird direkt von der zuständigen Arbeitslosenkasse an die Betroffenen ausbezahlt.

Wer ist versichert?
Personen mit einer unselbständigen Tätigkeit (Angestellte) sind in der Regel ALV-beitragspflichtig und somit auch gegen Arbeitslosigkeit versichert. Der Arbeitgeber zieht den Beitrag des Arbeitnehmers direkt vom Lohn ab und entrichtet ihn der AHV-Ausgleichskasse.

Dauer des Versicherungsschutzes
Grundsätzlich ist der Versicherungsschutz an eine unselbständige Erwerbstätigkeit gebunden.

Beginn des Versicherungsschutzes: frühestens nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit.
Ende des Versicherungsschutzes: beim Erreichen des AHV-Rentenalters, bzw. Vorbezug der AHV-Rente.

Im Einzelfall kennt das Arbeitslosenversicherungsgesetz das Prinzip der zweijährigen Rahmenfristen. Sofern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, wird eine Rahmenfrist eröffnet. Innerhalb dieser Rahmenfrist gelten in der Regel die zu Beginn festgesetzten Anspruchswerte.

Leistungen
Als Basis für die Auszahlung gilt der sogenannte versicherte Verdienst. Dieser wird von der Arbeitslosenkasse normalerweise aufgrund des letzten erzielten Einkommens festgesetzt. Bei Lohnschwankungen kann der Durchschnittswert der letzten 12 Arbeitsmonate berücksichtigt werden.
Aus dem versicherten Verdienst (effektiv oder pauschal) wird ein Taggeld berechnet, das je nach persönlichen Verhältnissen 70 oder 80% des versicherten Verdienstes beträgt.

Arbeitgeberbescheinigung (AGB)

Mit den Arbeitgeberbescheinigungen werden die Arbeitsverhältnisse der letzten zwei Jahre vor Beginn der Arbeitslosigkeit nachgewiesen. Sie wird den jeweiligen Arbeitgebern von der ALV zur Bearbeitung zugestellt (eine Bescheinigung pro Arbeitgeber).

Bescheinigung über Zwischenverdienst
Mit der Bescheinigung über den Zwischenverdienst wird ein Arbeitsverhältnis während der Arbeitslosigkeit nachgewiesen. Reichen Sie das Formular Zwischenverdienst Ihren jeweiligen Arbeitgebern monatlich zur Bearbeitung ein (eine Bescheinigung pro Arbeitsverhältnis).

Datenschutz
Aus Datenschutzgründen erhalten wir als Arbeitgeber keine Auskünfte von der ALV. Diese Abklärungen müssen deshalb immer vom Arbeitnehmer persönlich getroffen werden.

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Tel. 058 345 54 24