Ergänzungsfächer

Allgemeine Bemerkung

Während des 2. Semesters der 2. Klasse (März) muss das Ergänzungsfach gewählt werden, das in der 3. und 4. Klasse besucht wird.

Die Schule hilft und berät bei diesen Entscheidungen: Ansprechperson ist in erster Linie die Klassenlehrperson, die gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den Fachlehrpersonen der Grundlagenfächer Hilfe bei der Wahl leistet. Für jedes Wahlfach steht zudem eine Lehrperson für Auskünfte zur Verfügung (die Namen sich in der "kanti-agenda" zu finden). Schliesslich werden die zur Wahl stehenden Fächer an Orientierungsveranstaltungen durch die Fachlehrpersonen vorgestellt. Über Datum und Durchführung der einzelnen Orientierungen wird zu gegebener Zeit informiert.

Der spätere Wechsel eines gewählten Faches ist durch eine sorgfältige Wahlvorbereitung möglichst zu vermeiden. Falls ein Wechsel dennoch unvermeidbar ist, muss via Klassenlehrperson ein Gesuch an die Schulleitung gestellt werden. Bei der Beschreibung der Wahlfächer in den folgenden Abschnitten werden Hinweise auf verlangte Vorkenntnisse für bestimmte Studieneinrichtungen gegeben, die zu beachten sind.

Das Ergänzungsfach kann dazu dienen, den Schwerpunkt zu vertiefen, indem ein verwandtes Fach gewählt wird. Ebensogut kann aber ein Ergänzungsfach belegt werden, das als Gegensatz zum Schwerpunktfach Einblick in eine ganz andere Fachrichtung gewährt.

Der Unterricht im Ergänzungsfach unterscheidet sich von demjenigen im gleichen Grundlagenfach: Vermehrte Selbstständigkeit - dies auch bereits in der Wahl des Unterrichtsgegenstandes -, stärkere Gewichtung des Gruppen- und Projektunterrichts sowie verschiedene Formen von Präsentationsmöglichkeiten des erarbeiteten Stoffes bilden unter anderem eine ideale Vorbereitung auf die Maturaarbeit. Das Ergänzungsfach wird während der 3. und 4. Klasse besucht. Die Kantonsschule Frauenfeld kann folgende Möglichkeiten anbieten:

Ergänzungsfach Biologie

Humanbiologie: erleben, messen, auswerten und interpretieren.

Naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit, Themen der Humanbiologie zu vertiefen. Sie erfahren dabei viel Praktisches am eigenen Körper. Dabei wird vorwiegend projektartig gearbeitet. Das Planen, Durchführen und Auswerten der Experimente aus den verschiedenen Bereichen der Humanbiologie und der allgemeinen Biologie stehen im Zentrum. Der Sauerstoff- und Energieverbrauch des Menschen, Blutzuckermessungen, verschiedene Experimente zur Sinnesphysiologie und zur Genetik, z.B. die Präparation menschlicher Chromosomen oder das Durchführen einfacher gentechnischer Experimente können Themen solcher Projekte sein. Das Verstehen und Erarbeiten spezifischer Fachliteratur zu humanbiologischen Themen kann im Ergänzungsfach Biologie geübt werden.

Das Ergänzungsfach Biologie ist somit eine praktische Ergänzung und Vertiefung zum Grundlagenfach Biologie. Der Bezug zur Chemie ist dabei weniger ausgeprägt als im Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Für Studiengänge und Ausbildungen im Bereich Biologie, Naturwissenschaften und Medizin kann das Ergänzungsfach Biologie wertvolle Grundlagen liefern. 

Ergänzungsfach Chemie

Das Ergänzungsfach Chemie bietet naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, sich ausführlich mit Themen aus den Bereichen der Chemie und Biochemie zu befassen. Das Schwergewicht liegt auf der experimentellen Tätigkeit. Zuerst werden die verschiedenen Labortechniken erlernt, die dann in grösseren Projekten angewendet werden können. Als Projekte bieten sich Themen aus verschiedensten Gebieten an: Umweltchemie (Boden, Wasser, Luft), Biochemie, Farbstoffchemie etc.. Daneben bleibt auch Zeit, sich mit theoretischen Aspekten der modernen Chemie (Atommodelle, Fragen der Entstehung des Universums und der Biosphäre, Energie- und Abfallprobleme etc.) auseinanderzusetzen. Der Besuch des Ergänzungsfaches Chemie bildet eine gute Voraussetzung für das Verfassen einer Maturaarbeit in diesem Fach und erleichtert den Zugang zu medizinischen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen.

Ergänzungsfach Physik

Das Ergänzungsfach Physik bietet interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich vertieft mit physikalischen Fragen auseinanderzusetzen. Die Physik versucht, die Vielfalt der Eindrücke, welche uns unsere Sinnesorgane von der Welt vermitteln, zu ordnen, die dabei beobachteten Regelmässigkeiten zu verstehen und wenn möglich durch mathematische Gesetze zu beschreiben. Im Ergänzungsfach Physik kann dieser Prozess anhand von Themen, die das Grundlagenfach ergänzen, selbständig oder in Gruppen erlebt werden. Die angewendeten theoretischen und experimentellen Methoden können für das gewählte Schwerpunktfach, die Maturaarbeit sowie eine grosse Zahl von Studiengängen von hohem Nutzen sein.

Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik

Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik richtet sich in erster Linie an Schüler und Schülerinnen, welche sich im Hinblick auf ein Hochschulstudium vertiefter mit Mathematik befassen wollen. Im Kurs wird behandelt, wo und wie Mathematik in geistes-, sozial- und naturwissenschaftlichen sowie medizinischen Studienrichtungen zur Anwendung kommt. Diese Methoden können in einer Tiefe betrachtet werden, wie dies im Grundlagenfach nicht möglich ist.

Insbesondere werden folgende Themenbereiche vertieft behandelt:

- Stochastik (Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik):
Beispiele für mögliche Fragestellungen: Welchen Einfluss hat der Lohn auf das Kaufverhal­ten einer Bevölkerung? Ist ein Medikament XY wirksam? Fortgeschrittene Methoden der Stochastik sind notwendig, wenn derartige Frage­stellungen aufgrund von Untersuchungen quantitativ beantwortet werden sollen.

- Analysis (Differential- und Integralrechnung):
Beispiele für mögliche Fragestellungen: Wie funktioniert ein Teilchenbeschleuniger am CERN bei Genf? Nach welcher Gesetzmässigkeit entleert sich ein Flüssigkeitsbehälter, zum Beispiel ein Staubecken? Die Sprache der Ana­lysis ermöglicht es, die zugrunde liegenden Naturgesetze zu formulieren und Antworten zu derartigen Fragestellungen zu finden.

Der Einsatz vom Computer im Unterricht ist selbstverständlich - einerseits im Zusammenhang mit passenden Anwendungsprogrammen, andererseits zur Herstellung eigener Programme.

Ergänzungsfach Informatik

Das Ergänzungsfach Informatik richtet sich an Schülerinnen und Schüler, welche sich vertieft mit Informatik-Themen befassen möchten, beispielsweise im Hinblick auf ein Studium mit naturwissenschaftlicher oder technischer Ausrichtung.

In diesem Kurs wird die Informatik nicht aus der Sicht des Anwenders, sondern aus der des Entwicklers betrachtet. Es geht also nicht darum, die Bedienung bestimmter Programme zu erlernen, sondern darum, die Grundlagen dieser relativ jungen Wissenschaft kennen zu lernen und mit dem erworbenen Wissen eigene Anwendungen zu entwickeln.

Ein wesentlicher Teil des Kurses ist dem Erlernen einer modernen Programmiersprache gewidmet. Sie implementieren bekannte oder selbst entwickelte Algorithmen zur Lösung von Problemen aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel aus der Mathematik. Sie lernen, wie sich mit Hilfe moderner Informatik-Methoden effiziente, gut verständliche und sogar elegante Computerprogramme entwickeln lassen.

Weitere Schwerpunkte bilden relationale Datenbanken und die Entwicklung internet-basierter Anwendungen.

Ergänzungsfach Geschichte

Im Ergänzungsfach Geschichte greifen die Schülerinnen und Schüler Themen aus verschiedenen Epochen auf. Sie sollen bei der Wahl der Themen zunehmend einbezogen werden. Dabei werden sowohl Inhalte aus der allgemeinen Geschichte vertieft wie auch Abschnitte der Geschichte beleuchtet, die im Grundlagen-Unterricht keinen Raum finden (Themen aus anderen Kulturbereichen oder Epochen, Familiengeschichte, Lokalgeschichte, Regionalgeschichte).
Solche Inhalte lassen sich vertieft erarbeiten, indem die Teilnehmenden in vermehrtem Masse unterschiedlichste Arten von Quellen aufgreifen, Sekundärliteratur beiziehen und in ausgewählten Fällen einige kleine Forschungsarbeiten durchführen können. Die Themen lassen sich auch breit bearbeiten, indem die entsprechend Interessierten Bezüge zu anderen Fachbereichen wie zum Beispiel Wirtschaft, Kunst, Architektur, Literatur usw. und zur Gegenwart herstellen können. Im Gegensatz zum Geschichtsunterricht im Grundlagenfach wird im Ergänzungsfach projektartig gearbeitet. Anstelle der chronologischen Aufarbeitung des geschichtlichen Grundwissens werden hier thematische Schwerpunkte gewählt und vertieft. Die Teilnehmenden arbeiten zudem in verstärktem Masse selbstständig oder in Arbeitsgruppen unter Anleitung der Lehrperson. Ziel ist in jedem Fall eine sachgerechte Darstellung und Vorstellung der erarbeiteten Ergebnisse.

Das Fach richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die ihr Geschichtsbewusstsein, ihr historisches Wissen und ihren Horizont erweitern und die Methoden der historischen Forschung kennenlernen wollen, und eignet sich naturgemäss für jene, die ihre Maturaarbeit im Fach Geschichte verfassen wollen.

Ergänzungsfach Geographie

Das Ergänzungsfach Geographie beschäftigt sich sowohl mit unserer Erdgeschichte als auch mit aktuellen Vorgängen auf unserer Erde. Dabei steht der Mensch, der mit seinen Tätigkeiten die Erde ständig verändert, im Mittelpunkt.

Das Ergänzungsfach Geographie verschafft eine breite, aktuelle und allgemeine Ausbildung. Schwergewichte liegen nicht nur auf der Länderkunde, sondern auch auf Fachgebieten wie Geologie, Meteorologie und Klimatologie, Bodenkunde, Bevölkerungsgeographie, Wirtschaftsgeographie, Raumplanung, Ökologie etc.

Das Ergänzungsfach Geographie bedient sich verschiedener Unterrichtsmethoden. Diese können durch Exkursionen, Diskussionsrunden usw. ergänzt werden.

Zielpublikum sind Schülerinnen und Schüler, die an natur- und geisteswissenschaftlichen Überlegungen Interesse haben. Das Fach Geographie versucht diese beiden Wissenschaftsrichtungen zu verbinden. Zudem werden Schülerinnen und Schüler angesprochen, die sich für aktuelle geographische Themen interessieren und dabei ihre Kenntnisse gezielt vertiefen wollen.

Ergänzungsfach Philosophie

Als Ergänzungsfach bietet Philosophie eine erste Übersicht über die grossen Themen der abendländischen Philosophie, ihre wichtigsten Lösungsversuche und ihre Relevanz bei der Bewältigung aktueller Fragestellungen.

Zielsetzung:
Im Philosophieunterricht liegt der Hauptakzent nicht so sehr im Sich-Aneignen verfügbaren Einzel-Fachwissens, sondern im Suchen und Ausprobieren eigener Denkansätze und Denkstile im Sinne eines allgemeinen Orientierungswissens. Voraussetzung dafür sind historische Kenntnisse der Entstehung und Wirksamkeit grosser philosophischer Ideen, deren Zeitgebundenheit und Aktualität. Ebenso sehr wird die Fähigkeit zur genauen begrifflichen Analyse und zum systematischen Denken gefördert.

Zielgruppe:
Der Philosophieunterricht bietet den eher literarisch interessierten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Texte in ihren geistesgeschichtlichen Zusammenhang einzuordnen; den mehr naturwissenschaftlich orientierten Schülerinnen und Schülern verschafft er die Grundlagen für das Nachdenken über die Wissenschaften, deren Möglichkeiten und Grenzen.

Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht

Zielsetzung:
Der Schüler oder die Schülerin lernt wirtschaftliches, politisches, soziales und rechtliches Denken an verschiedenen Sachgebieten kennen und gewinnt so einen vertieften Einblick in das Zusammenwirken verschiedenster Einflussgrössen im wirtschaftlichen Prozess. Es geht nicht darum, sich betriebwirtschaftliche Kenntnisse anzueignen, sondern vielmehr um das Erkennen von Zusammenhängen, die Analyse politischer Vorgänge und das Verständnis des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und rechtlichen Geschehens.

Fächer:
Volkswirtschaftslehre, Rechtskunde
Die Fragestellungen sind ähnlich wie im Schwerpunktfach (siehe dortige Erläuterungen).

Methodik:
In diesem Ausbildungsgang wird versucht, aktuelle wirtschaftliche Ereignisse anhand der vermittelten Theorie aus verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten und in ihrer Komplexität zu verstehen.

Zielgruppe:
Angesprochen werden vor allen Menschen, die ein wirtschaftliches und politisches Interesse mitbringen, die aber später nicht unbedingt Ökonomie oder Recht studieren möchten. Zukünftige Ärzte, Architekten, Ingenieure, Biologen etc. sollen später in der Lage sein, ihre wirtschaftlichen Positionen zu erkennen.

Dieser Ausbildungsgang gibt auch zukünftigen politisch Engagierten ein gutes Rüstzeug in die Hand, um die Komplexität des wirtschaftlichen Geschehens besser zu verstehen. Da wir alle am Wirtschaftsgeschehen teilnehmen, beispielsweise als Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Politiker oder als Konsument, wäre dieses Ergänzungsfach eigentlich allen Schülerinnen und Schülern zu empfehlen. Wirtschaftskentnisse erleichtern den Berufseinstieg.

Ergänzungsfach Pädagogik/Psychologie

Der Unterricht in Pädagogik/Psychologie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, das eigene und fremde Erleben und Verhalten, die Entwicklung des Menschen sowie das Erziehungsgeschehen besser zu verstehen und darauf zu reagieren. Dieses pädagogisch-psychologische Verständnis fördert die Entscheidungs- und Kritikfähigkeit gleichermassen wie Toleranz sich selber und den Mitmenschen, ihren Weltanschauungen und Verhaltensweisen gegenüber. Der Unterricht trägt dazu bei, die Vielfalt der Mitwelt wahrzunehmen und Verantwortung zu tragen sowie konstruktiv mit Menschen und der Welt in Dialog zu treten.

Grundsätzliche Fragen nach der Erziehungsbedürftigkeit und -fähigkeit des Menschen führen zur Erörterung verschiedener Aspekte der Pädagogik (Normen und Ziele, Möglichkeiten und Grenzen, Erziehungsstile usw.). Erziehung beruht auf Menschenbildern. Mit psychologischen Fragestellungen werden mögliche Menschenbilder erörtert (Vererbungs- und Milieutheorie, entwicklungspsychologische Modelle, Wahrnehmungspsychologie usw.). Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, verschiedene Theorien anhand eigener Erfahrungen und Beobachtungen zu diskutieren und zu überprüfen.

Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten

Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die an visueller Wahrnehmung, bildender Kunst und einem schöpferischen Tun interessiert sind.

In Anlehnung an die im Grundlagenfach vermittelten Techniken soll das Ergänzungsfach in einem projekt- und prozessorientierten Unterricht dazu dienen, eine Bildsprache zu entwickeln, mit welcher eigene Vorstellungen und Ideen auf kreative Weise zum Ausdruck gebracht werden können. Nicht ein eigentliches Stoffprogramm, sondern Arbeitsfelder, die Bezug nehmen auf Alter, bisherige Erfahrungen, persönliche Interessen, Raumbedarf, technische Möglichkeiten und Klassengrösse bestimmen den Unterrichtsplan.

Hauptziel ist es, Wahrnehmungs- und Vorstellungsfähigkeit zu differenzieren und das Ausrucksvermögen weiter zu entwickeln. Ebenso soll das Vertrauen in die persönliche Erlebnisweise gestärkt werden.

Ergänzungsfach Musik

Die Ausbildung beinhaltet
a) einen theoretisch-praktischen Unterricht inkl. gemeinsames Singen im Kursverband und
b) eine individuelle Förderung der musikalischen Fähigkeiten im Instrumental- und / oder Sologesangsunterricht.

Wer das Ergänzungsfach Musik wählt, bringt natürliche Offenheit, Toleranz und Neugierde gegenüber allen musikalischen Ereignissen mit. Die Schülerin oder der Schüler möchte sensibel werden für ästhetische Qualitäten musikalischer Kunst und will seelisch, körperlich und geistig Musik erleben.

Vorausgesetzt wird ein Interesse:

  • an musikalischen Ordnungsprinzipien wie Spannung und Entspannung, Konsonanz und Dissonanz oder formale Strukturen
  • an Musik im geistesgeschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhang
  • an unterschiedlichen Musikarten und -stilen
  • an Musik aus anderen Kulturkreisen.

Wer das Ergänzungsfach Musik wählt, möchte gerne seine musikalischen und technischen Fertigkeiten auf dem eigenen Instrument vertiefen, allenfalls auch ein neues Musikinstrument näher kennen lernen und die eigenen stimmlichen Fähigkeiten fördern. Die musikalische Kreativität wird durch Improvisieren, Interpretieren und Komponieren aktiv unterstützt. Differenziertes Hören wird dabei geschult und erweitert.

Inhaltlich berücksichtigt der Kursunterricht  die Bedürfnisse und den musikalischen Stand  der Teilnehmenden des Kurses. Abgeschlossen wird mit einer selbstständigen Arbeit und einem instrumentalen oder vokalen Vortrag.

a) Theoretisch-praktischer Unterricht inkl. gemeinsames Singen im Kursverband

Der Kursunterricht hat folgende Stundendotationen:
    1. Semester: 2 Lektionen
    2. Semester: 2 Lektionen
    3. Semester: 2 Lektionen
    4. Semester: 2 Lektionen

Die 3. Lektion wird für Konzertaufführungen / Proben und b) eingesetzt.

Einige Konzertaufführungen sind obligatorisch. Für die damit zusammenhängenden Proben sind maximal 12 zusätzliche Lektionen pro Schuljahr zu schulfreien Zeiten obligatorisch zu besuchen.

b) Individuelle Förderung im Instrumental- und / oder Sologesangsunterricht

Der Instrumental- oder Sologesangsunterricht beinhaltet eine halbe Lektion während vier Semestern und ist als obligatorischer Teil des Unterrichts  nicht kostenpflichtig. Ein allfälliger zusätzlicher Unterricht wird zum normalen Tarif verrechnet.

Aus allen Teilen des obligatorischen Musikunterrichts werden die Leistungen an die Promotions- und Maturanoten im Ergänzungsfach angerechnet.

Die Zulassung zum Ergänzungsfach Musik wird in der Regel von einem fortgeschrittenen instrumentalen oder vokalen Stand abhängig gemacht. Über Ausnahmefälle entscheidet die Schulleitung auf Antrag der Musiklehrpersonen.

Ergänzungsfach Sport

Gegenstand des Unterrichts im Ergänzungswahlfach Sport ist die sportliche Bewegung. In der Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Erkenntnissen lernen die Schülerinnen und Schüler, wie Bewegungen analysiert, erlernt und trainiert werden.

In jedem Semester steht ein bestimmtes Gebiet der Bewegungs- und Sportwissenschaften im Mittelpunkt. Im ersten Semester ist dies die Bewegungslehre. In Theorie und Praxis wird der Frage nachgegangen, mit welchen Strategien Bewegungslernprozesse optimiert werden können. Im zweiten Semester ist die Trainingslehre zentrales Thema: Welche Einflussgrössen bestimmen die sportliche Leistungsfähigkeit? Wie ist ein Trainingsplan, wie eine einzelne Trainingseinheit aufgebaut? Besondere Bedeutung wird einer individuellen Laufanalyse beigemessen, dies nicht zuletzt im Hinblick auf das mehrmonatige Ausdauertraining im dritten Semester, das mit einem Ausdauerwettkampf gekrönt wird. In diesem Semester stehen Aspekte aus der Sportbiologie im Zentrum. So wird, begleitend zum Ausdauertraining, das Thema "Energiebereitstellung" behandelt. Im zweiten Teil des Semester vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse im Bereich des Krafttrainings. Im vierten Semester ist der Fokus auf die Biomechanik gerichtet. Hier werden mit Kraftmessplatte, Videokamera und Beschleunigungsmesser zuerst Daten erhoben und dann Berechnungen angestellt: Welche Kräfte wirken bei (Nieder-)Sprüngen auf unseren Körper? Wie wirken sich unterschiedliche Körperpositionen auf die Lage des Körperschwerpunktes aus? Welchen Einfluss haben unterschiedliche Trägheits- und Drehmomente auf die Bewegungsausführung?

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist für den Ergänzungsfachunterricht von zentraler Bedeutung. Die Sportpraxis dient zum einen der Gewinnung von Daten (z.B. von Pulswerten bei verschiedenen Laufgeschwindigkeiten), zum anderen der Veranschaulichung behandelter Theorien. Die praktischen Unterrichtsteile ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, sportwissenschaftliche Gesetzmässigkeiten am eigenen Leib zu erfahren und zu erleben.

Das EWF Sport richtet sich an diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich in Theorie und Praxis mit dem Phänomen der sportlichen Bewegung auseinandersetzen möchten und bereit sind, neue, anspruchsvolle Bewegungen zu erlernen, individuelle Trainingseinheiten auch ausserhalb des Unterrichts zu absolvieren und an mindestens einem Ausdauerwettkampf teilzunehmen.

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