Jimmy-Bauer-Preis

Verwendung der Erträgnisse

Die testamentarischen Bestimmungen des Donators über die Verwendung der Erträgnisse des Jimmy-Bauer-Fonds zur Unterstützung und Aufmunterung eines oder mehrerer Schüler durch das Erziehungsdepartement des Kantons Thurgau lauten wie folgt:  

  1. Spenden sollen wiederholt verabfolgt werden an einen oder mehrere Schüler. Sie sollen beginnen, wenn normalerweise die Schüler in die fünfte Gymnasialklasse der Kantonsschule oder in irgendeine höhere Klasse promoviert werden. 
  2. Die erste Spende soll erfolgen gestützt auf die Auswahl des Erziehungsdepartements auf Empfehlung der Professoren der Schüler und soll weitergehen nach jährlicher Auswahl so lange als der jeweilige Rektor der Kantonsschule nach freiem Ermessen eines solchen Schüler als der Hilfe bedürftig oder würdig finden wird.
  3. Buchwissen soll nicht der entscheidende Faktor bei der Auswahl eines Empfängers der Spende sein, sondern vielmehr ein gesunder Geist in einem gesunden Körper und das eifrige Interesse am Schulbetrieb.
  4. Der Betrag der jeweiligen Spende soll von freiem Ermessen des Erziehungsdepartements abhängen, das gebührend Rücksicht nimmt auf die Empfehlung des Rektors der Thurg. Kantonsschule, ohne jedoch daran gebunden zu sein.
  5. Wenn zwei oder mehr Schüler als gleich würdig erscheinen und der Ertrag des Fonds nicht genügt für eine Spende an jeden von ihnen, so soll der Sohn eines Professors der Kantonsschule den Vorzug erhalten.
  6. Wenn in einem Jahr kein passender Schüler als Empfänger der Spende sich zeigen sollte, so soll der Vermögensertrag bis zum nächsten Zeitpunkt der Auswahl zurückbehalten und zur Erhöhung des Betrages der nächstfolgenden Spende (oder Spenden) verwendet werden.
  7. Spenden sollen jährlich am Anfang des auf das Sommertertial folgenden Tertials verabfolgt werden.
  8. Das Erziehungsdepartement soll ermächtigt sein, Regeln für die Verwaltung des Jimmy-Bauer-Fonds aufzustellen und sie gelegentlich abzuändern; aber solche Regeln sollen von den hier genannten Grundprinzipien nicht abweichen.

Zum Schlusse gebe Gott, dass das kleine Vermögen sich für manch einen würdigen und verheissungsvollen Jungen als Segen erweisen möge.

(Jakob Bauer von Amriswil bestand 1893 die Matura an der Kantonsschule Frauenfeld. Er wanderte alsbald aus und errichtete im Alter die Stiftung.)

Preise

Aus den Erträgnissen konnten früher drei Preise für die besten Abschlüsse finanziert werden. Der Ehemaligenverein "Alumni Kanti Frauenfeld" pflegt die Beziehungen zur Kantonsschule und zu den Studierenden unter anderem damit, dass er Beiträge an förderungswürdige Schülerinnen oder Schüler ausrichtet. Der Ehemaligenverein Alumni hat daher die "Jimmy-Bauer-Preissumme" verdoppelt und zusätzlich einen weiteren Preis gestiftet (ab 2007).

Die Kantonsschule Frauenfeld hofft, dass viele Absolventinnen und Absolventen Alumni angehören und damit auch der Stätte ihrer Mittelschulausbildung treu bleiben werden.

 

Richtlinien über die Preisverleihung ab 2011
Grundsätzliches:
Der Jimmy-Bauer-Fonds mit seinen Erträgen dient der Auszeichnung von Absolventinnen und Absolventen der Kantonsschule Frauenfeld, die besondere Leistungen erbracht haben.

Preisträgerinnen und Preisträger:
a) Ordentliche Preisträgerinnen und Preisträger:
Die Absolventinnen und Absolventen der Kantonsschule Frauenfeld mit den besten schulischen Abschlüssen gemäss den Bestehensnormen ihrer Abteilung erhalten Jimmy-Bauer-Preise, wobei im Gymnasium zwei Preise, in den Berufsmaturitätsabteilungen (Handels- und Informatikmittelschule) insgesamt ein Preis und in der Fachmittelschule ebenfalls ein Preis vergeben werden. Bei gleichen Leistungen innerhalb der Abteilung entscheidet die Sportnote.
Preis: Der Preis besteht aus Fr. 600.-- in bar und einer Urkunde, getragen vom Fonds und von Alumni.

b) Ausserordentliche Preisträgerinnen und Preisträger:
Der Konvent hat die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler, die sich in besonderer Weise für die Belange der Schule verdient gemacht haben, ausnahmsweise mit einem Preis auszuzeichnen.
Preis: Der Preis besteht aus Fr. 300.-- in bar und einer Urkunde, getragen vom Fonds.

Termine:
Die ordentlichen Preisträgerinnen und Preisträger werden nach Genehmigung der Abschlussnoten an der Sitzung der Maturitäts- bzw. Abschlussprüfungskommission zuhanden des Protokolls bezeichnet. Die ausserordentlichen Preisträgerinnen und Preisträger werden am Promotionskonvent der Abschlussklassen bestimmt.

Preisverleihung:
Gymnasium: Übergabe an der jeweiligen Maturitätsfeier.
Handels- und Informatikschule: Übergabe an der Abschlussfeier nach Absolvierung des schulischen Ausbildungsteils Ende der 3. Klasse.
Fachmittelschule: Übergabe an der Abschlussfeier anlässlich der Abgabe des Fachmittelschulausweises.

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