Betriebspraktikum

Das Ausbildungsziel

Die Informatikmittelschule basiert auf einer dreijährigen Vollzeit-Schulausbildung und einem anschliessend zu absolvierenden einjährigen Betriebspraktikum. Diese Kombination weist im Vergleich zur betrieblichen Lehre einen geringeren Anteil an Ausbildung im Betrieb auf, ist aber dennoch eine Variante des dualen Systems. Im Praktikum sollen die in der Schule erworbenen Fähigkeiten verfestigt, vertieft und verbreitert werden. Die Praktikantinnen und Praktikanten müssen sich in die in der Firma verwendeten Tools einarbeiten und erleben, dass Arbeiten in einem kommerziellen Rahmen stattfindet. Fachlich und sozial werden neue Anforderungen gestellt, und es entsteht ein realistisches Bild einer möglichen späteren Berufstätigkeit. Aus der Tätigkeit im Praktikumsbetrieb ergibt sich in der Regel auch die Aufgabenstellung für die zweiwöchige Facharbeit, die ein wesentlicher Bestandteil der Lehrabschlussprüfung ist.

Bedingungen an die Praktikumsfirma

Nicht jede Praxistätigkeit ist geeignet als Teil der Ausbildung. Betriebe, die Ausbildungsplätze anbieten, müssen in der Regel dieselben Anforderungen erfüllen, die bei der Lehrlingsausbildung vorgeschrieben sind. In Abweichung dazu braucht jedoch nicht unbedingt eine Ausbildungsbewilligung des Kantons vorzuliegen. Es ist ein Teil der Verantwortung der IMS, geeignete Praktikumsplätze zu finden, mit den betrieblichen Ausbildnern zusammenzuarbeiten und die Praktikantinnen und Praktikanten auch während des Praktikumsjahres zu betreuen. Der praktische Teil der Lehrabschlussprüfung findet unter der Leitung des kantonalen Chefexperten statt.

Stellensuche und Lehrvertrag

Mit dem Antritt des Praxisjahres ändert sich die rechtliche Stellung der Auszubildenden vom Schüler zum Praktikanten. Grundsätzlich liegt es in der Verantwortung des Schülers oder der Schülerin, mit einer Firma einen Praktikumsvertrag abzuschliessen. Im Verlaufe des dritten Schuljahres sind entsprechende Kontakte aufzunehmen und allenfalls Vorstellungsgespräche zu führen. Natürlich unterstützt die IMS ihre Schüler dabei, und der angestrebte Praktikumsvertrag muss auch von der Schule genehmigt und unterzeichnet werden.

Praktikumsvertrag

Ein Praktikumsvertrag muss den folgenden Grundsätzen genügen: 

  • Das Praktikum dauert mindestens 43 und höchstens 47 Arbeitswochen
  • In diesen Arbeitswochen enthalten sind die 2 Wochen für die Facharbeit/Lehrabschlussprüfung sowie die 2 Wochen für die Berufsmatura-Arbeit
  • Der Betrieb bestimmt einen verantwortlichen Ausbildner oder eine Ausbildnerin
  • Der Betrieb erstellt im Laufe der ersten 2 Monate einen Ausbildungsplan für die restliche Dauer des Praktikums
  • In der Regel ergeben sich die Themen für die Maturarbeit und die selbständige Facharbeit aus der Arbeit im Betrieb, und die Arbeiten sind auch für den Betrieb von Nutzen
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